Die Deutsche Meisterschaft 2017 des PSK für Riesenschnauzer ist gelaufen

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 Da haben wir das Glückschwein vor der Abfahrt am Freitag doch extra noch gefragt, ob ihm denn klar wäre, wohin es fahren müsse. „Klaro, Richtung Süden zu den Bayern. Kein Navi notwendig, war ich letztes Jahr schon mal.“

Also, Gas gegeben, Schwein weg und bis Sonntag früh nichts mehr von ihm gehört. Total verfranzt, verschollen in Bayern.

Leider.

Hedwig musste aber mit Vreddi am Samstag die Prüfungsteile Unterordnung und Schutzdienst absolvieren. Dass sie im Hundesport handwerklich alles drauf haben, hatten sie ja schon oft bewiesen, allerdings lief es bei dieser Meisterschaft für die beiden zunächst überhaupt nicht rund.

Nach dem Teil A (Unterordnung) ging das Team mit den notwendigen 70 Mindestpunkten vom Platz. Das mitgereiste Unterstützungsteam konnte zwar nachvollziehen, bei welchen Übungsteilen der Leistungsrichter den Rotstift bei den Punkten angesetzt hatte, aber das half auch nicht über die erste Enttäuschung hinweg. Vred war (noch?) nicht richtig in Form.

Nun setzten alle auf den nächsten Auftritt im Teil C (Schutzdienst) und hofften, dass das Schweinchen doch noch rechtzeitig vorher um die Ecke biegt.

Aber es war wirklich nicht Vreddis Tag, er war einfach nicht gut genug drauf!

Der Schutzdienst wurde vom Leistungsrichter nach einem Angriff des Figuranten auf den Hund abgebrochen. Keine Punkte. Feierabend.

Samstagabend: „Wunden lecken“, Fachgespräche und einstellen auf den letzten Wettkampfteil in der Fährtenarbeit am Sonntagmorgen.

Ernüchterung im Fährtengelände. Originalton aus dem Begleitteam des Vereins: „Schweres Gelände, trocken ´wie Sau`, man sieht keinen Fußabdruck!“

Apropos Sau, justament in dem Augenblick meldete sich unser Glückschweinchen zum Dienst. Keine Zeit für lange Erklärungen, warum erst jetzt und wo war‘ste gestern, es ging sofort in den Einsatz.

Am Fährtenende zählte der Leistungsrichter 90 Punkte zusammen: Vreddi war wieder da!

Ein versöhnlicher Abschluss im Bayernland. Oder wie eine Vereinskameradin aufmunternd schon am Samstag WhatsAppte: „…Auch Ronaldo schießt nicht jedes Mal ein Tor!“

Den Meistertitel holte ein Team mit 275 Punkten und der Note SG; der zweite Platz ging an ein Team mit 271 Punkten und ebenfalls SG; ein Team mit 270 Punkten wurde Dritte.

Das Hundeführerleben geht weiter und Hedwig ist schon nächste Woche wieder voll im Geschäft mit der Vorbereitung für die Landesmeisterschaft IPO des DVG Westfalen in Brilon.

 

Wichtiger Nachtrag:

Das zunächst für alle Unerklärliche an Vreddis im Ergebnis so nicht zu erwartendem Abschneiden bei der DM-PSK wurde nun nach tierärztlicher Untersuchung mit bildgebenden Verfahren aufgeklärt. Es stellte sich heraus, dass Hedwigs Riesenschnauzer wohl schon mit einem schweren Bandscheibenvorfall zur DM gefahren war. Dass Vreddi unter diesen Umständen in der Unterordnung und vor allem beim Schutzdienst gehandikapt war, leuchtet ein. Dass er aber dennoch die letzte Teilprüfung so hoch bewertet abschließen konnte, zeigt, dass er seine Teamkameradin nicht hängen lassen wollte und noch mal ein “Riesen-(Schnauzer)Herz” zeigte.
Das Glückschwein hätte also ruhig verschollen bleiben können. Vred vom Hatzbachtal hätt’s auch ohne hingekriegt!

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Meisterschaft der Belgischen Schäferhunde Obedience in Erkelenz
Hewig Bruns mit Vred v. Hatzbachtal bei der DM IPO des PSK in Geldersheim

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